Industrielampen aus Kupferrohr werden fertig für 80 bis 150 Euro verkauft. Material kostet einen Bruchteil davon. Das Bauprinzip ist simpel — Kupferrohr lässt sich mit Standardfittings verbinden, ohne Spezialwerkzeug. Der Schwierigkeitsgrad ist niedrig, das Ergebnis sieht handgemacht aus. Genau das soll es.
Die Grundform ist ein stehender Haken: senkrechter Schaft, oben ein 90°-Bogen, dann ein horizontaler Arm, wieder ein Bogen nach unten — dort sitzt die Fassung. Das Kabel läuft durch das Rohr, was sowohl ordentlicher aussieht als auch den Vorteil hat, dass kein Kabelbinder-Chaos entsteht.
Gelötet habe ich mit einem einfachen Gasbrenner. Fittings vorher gut mit Schleifvlies aufrauen und entfetten — sonst hält das Lot nicht. Die ersten zwei Verbindungen waren zu kalt und haben nachgegeben. Danach besser geworden.
Der Schaft ist mit einer M6-Gewindestange im Marmorsockel verankert, vergossen mit Zwei-Komponenten-Kleber. Sitzt bombenfest.
Inline-Dimmer ins Textilkabel eingebaut. Wichtig: LED-geeignete Dimmer kaufen, nicht die billigen für Glühbirnen — sonst flackert die LED oder surrend der Dimmer. Kostet ein paar Euro mehr, macht aber den Unterschied.
Steht seit über einem Jahr auf dem Schreibtisch. Keine Probleme. Kostet ein Drittel des Fertigprodukts und sieht besser aus weil man die Lötpunkte sieht. Jederzeit wieder.